René Schimmelpfennig

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Baustelle Wohnung

Bereits seit fast zwei Jahren bekomme ich von dem Mieter unter mir in den Wintermonaten die Nachricht, dass von meinem Balkon ausgehend Wasser in seine Wohnung läuft. Wasser, das nicht richtig ablaufen kann. Der Vermieter wurde mehrfach kontaktiert und ich behalf mich damit das Wasser mit Eimern abzuschöpfen. Den Vorletzten Sommer passierte nichts. Erst Anfang Dezember erschienen zwei Handwerker, die ein „provisorisches“ Dach der Marke Eigenbau aufbauten um den Regen davon abzuhalten auf meinem Balkon nieder zugehen. Ich schreibe provisorisches in Anführungszeichen weil genau dieses Dach nun seit fast einem Jahr (!) Bestandteil meiner Wohnung ist.

provisorisches Dach auf dem Balkon

provisorisches Dach auf dem Balkon

Es brauchte auch eine Reihe von Nachteilen mit:

  • Die Plane raschelt lauf. Selbst bei geschlossenem Fenster ist sie zu laut hören. Das ist schlecht, weil an dem Balkon mein Schlafzimmer angrenzt. Dort ist es unmöglich durchgehend ein Auge zu zu machen. Bei Sturm nehmen die Geräusche sogar noch schlimmere Ausmaße an: Man denkt, man befinde sich auf einem schlechten selbstgebauten Segelboot und fährt durch ein Unwetter.
  • Es staut sich immer noch genügend Wasser auf dem Balkon.
  • Die Plane ist ein wahrer Schandfleck: selbst von der Straße aus ist sie zu sehen und hören.
  • Der Balkon ist nicht benutzbar: Die Plane ist schräg in einer Höhe angebracht in der man nicht mehr stehen kann.
  • Verletzungsgefahr durch die Balken: Die Schrauben sind viel zu lang und ihre spitzen Enden ragen aus den Holz hervor.

Im Frühjahr sollte dann der Boden neu gemacht werden. Hierzu hat mein Vermieter verschiedene Firmen beauftragt und Angebote eingeholt. Diese kamen, nahmen Maß und man hört wieder eine Weile nichts: Erst im Juni wurde eine Dachdecker-Firma beauftragt den Fall zu übernehmen. Diese kamen und machten sich übermotiviert ans Werk. Doch schnell stand fest: Schnell wird der Schaden nicht behoben sein: Ein Heizungsrohr verlief genau unter dem Boden entlang. Hier mussten wieder der Vermieter eine Begutachtung machen und das Rohr durch eine Fachfirma umverlegen lassen. Den kompletten August über passierte einfach nichts. Erst Anfang September meldeten sich die Dachdecker zurück und verlegten den neuen Boden. Doch man kam nicht weit: Das Gefälle reicht nicht aus um den vorhandenen Abfluss zu erreichen. Wieder wurde der Vermieter einbezogen und Zeit ging verloren. Bis zum heutigen Tag ist nichts weiter geschehen: Der Balkon ist sein fast einem Jahr eine Baustelle.

Wird fortgesetzt…

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